20 Jahre Meister

Im Juni 2006 habe ich nach zweijähriger Stipendiatenzeit im Deutschen Elfenbeinmuseum Erbach (damals noch als einzigartiges Spezialmuseum in der Otto-Glenz-Strasse) und den Werkstätten der Fachschule die Prüfung zur Elfenbeinschnitzermeisterin vor der Handwerkskammer Rhein-Main absolviert und ich denke gerne an diese besondere Zeit im Odenwald zurück.

Für die praktische Prüfung schnitzte ich die vollplastische Figur „Aglaia“, welche in tänzerischer Pose jugendliche Lebendigkeit und Anmut verkörpert. Als Vervollständigung des Lebensrades setzte ich Tod und Wiedergeburt in Darstellung eines von Heckenrosen umrankten Pferdeschädels um.

Leben, Vergänglichkeit und Transformation im körperlichen und geistigen Sinne sind Themen, welche ich in meinen Arbeiten bis heute aufgreife und direkt erkennbar oder subtil darstelle.

Dank & Ehre

Es ist mir eine Ehre, seit 2006 privat zu Gast bei Elfenbeinschnitzermeister Adolf Gieß zu sein, ihm in seiner Werkstatt über die Schulter zu schauen und im Wohnzimmer seinen Geschichten zu lauschen und somit an seinem Wissen und feinen Wesen teilhaben zu dürfen.

Seine außergewöhnliche Kunstfertigkeit ist eine Gabe und wenn es Erleuchtung zu Lebzeiten gibt, so funkelt sie aus seinen strahlend blauen Augen.

Herzensdank an Sie und Ihre liebe Frau!